Garmischs Logenplatz über dem Nebelmeer
Während sich im Februar über München und dem Isartal oft zäher Hochnebel hält, herrscht am Südhang des Wank-Massivs in Garmisch-Partenkirchen oft schon T-Shirt-Wetter. Wer jetzt eine Tour sucht, die zwar winterlich, aber nicht zu extrem ist, landet zwangsläufig bei der Esterbergalm (1.264 m).
Für uns von hobbyfisch.de ist diese Tour der Inbegriff eines gelungenen Wintertages: Viel Sonne, ein grandioses Panorama und eine Hütte, die für ihre Gemütlichkeit bekannt ist.
Warum die Esterbergalm im Februar?
Das Zauberwort heißt Südhang. Da der Aufstieg von Garmisch aus größtenteils Richtung Süden ausgerichtet ist, schmilzt der Schnee hier deutlich schneller als an der schattigen Alpspitze gegenüber. Oft wandert man im unteren Teil bereits auf trockenem Untergrund, während weiter oben eine herrlich glitzernde Schneedecke wartet.
Die Route: Von der Wankbahn hinauf
- Startpunkt: Wanderparkplatz an der Wankbahn-Talstation (Garmisch-Partenkirchen).
- Der Aufstieg: Man folgt dem gut beschilderten Forstweg Richtung Esterbergalm. Der Weg zieht sich in angenehmen Serpentinen nach oben.
- Das Panorama: Nach etwa einer Stunde öffnet sich der Blick zurück auf das Wettersteingebirge. Die Zugspitze und die Alpspitze thronen in ihrer vollen Pracht auf der anderen Talseite – ein Anblick, der jedes Mal aufs Neue sprachlos macht.
- Die Hochebene: Sobald man den höchsten Punkt des Aufstiegs erreicht hat, öffnet sich ein weites Hochtal. Hier liegt die Esterbergalm eingebettet zwischen Wank und Simetsberg.
Kulinarik: Die Rettung des Wanderers
Die Esterbergalm ist kein klassisches Touristen-Restaurant, sondern ein Ort mit echtem Alm-Charakter.
- Der Klassiker: Die Kaspressknödel sind hier fast schon Gesetz. Sie kommen knusprig gebraten in einer kräftigen Suppe oder mit Salat auf den Tisch.
- Nostalgie-Faktor: Die gemütlichen Stuben und die sonnige Terrasse laden dazu ein, die Zeit komplett zu vergessen.
Wichtige Tipps für den Februar
- Grödel einpacken: Auch wenn der Weg am Südhang oft frei ist, können schattige Stellen im Wald spiegelglatt sein.
- Sonnenschutz: Die Reflexion des Schnees in dieser Höhe ist im Februar enorm. Sonnenbrille und Creme sind Pflicht!
- Abstiegsvariante: Wer noch Puste hat, kann über den „Hohen Weg“ zurück Richtung Mittelstation wandern (sofern die Bahn in Revision ist, muss man natürlich den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen – plant genug Zeit vor der Dämmerung ein!).
