Volle Blüte in Nymphenburg

Ein Sommertag im Botanischen Garten München 2019

Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Frühlingstag durch ein Blütenmeer zu spazieren? Genau das habe ich heute getan – bei fast sommerlichen Temperaturen war ein Besuch im Botanischen Garten München genau das Richtige. Und wie nicht anders zu erwarten: Die Kamera war natürlich mit dabei, und der Auslöser kam kaum zur Ruhe.

Farbenpracht und Blütenzauber

Schon am Eingang duftet es nach Frühling. Die Wege sind gesäumt von Tulpen, Narzissen, Magnolien, Flieder und unzähligen Stauden, die in voller Blüte stehen. Die Beete leuchten in allen Farben, die Insekten summen geschäftig durch die Luft, und auf den Bänken genießen Menschen die warme Sonne und die friedliche Atmosphäre.

Es ist eine dieser seltenen Gelegenheiten, bei denen man sich gleichzeitig in der Stadt und mitten in der Natur fühlt. Der Botanische Garten bietet einen perfekten Rückzugsort – mitten im Herzen von Nymphenburg.

Ein Blick zurück – zur Geschichte des Gartens

Der heutige Botanische Garten ist nicht der erste seiner Art in München. Bereits 1812 wurde der erste Botanische Garten nach einem Entwurf von Friedrich Ludwig von Sckell in der Nähe des Karlsplatzes (Stachus) angelegt. Die Leitung übernahm damals Franz von Paula von Schrank.

Doch mit dem Wachsen der Stadt wurde es eng – und vor allem zu laut und zu schmutzig für empfindliche Pflanzen. Deshalb entschloss man sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts, den Garten neu und größer am damaligen Stadtrand von München zu errichten – in direkter Nachbarschaft zum Schloss Nymphenburg.

1909 begannen die Planungen, 1910 wurde gebaut, und 1914 war der neue Garten fertiggestellt. Seit 1915 ist er offiziell für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich. Und heute, über 100 Jahre später, ist er nicht nur ein Ort für Forschung und Lehre, sondern auch eine grüne Oase für Naturfreunde, Fotograf*innen, Spaziergänger und Familien.

Fotospaziergang mit Leidenschaft

Für mich ist der Botanische Garten schon lange ein besonderer Ort. Ich liebe es, mit der Kamera durch die Anlage zu streifen – mal im Tropenhaus, mal bei den Freilandpflanzen, mal im Alpengarten oder an den Gewächshausanlagen mit Kakteen und Farnen. Heute war einer dieser Tage, an denen das Licht, die Farben und die Stimmung einfach perfekt waren.

Ein Ort zum Durchatmen

Gerade in einer Zeit, in der alles schnell und laut geworden ist, sind Orte wie dieser kostbar. Der Botanische Garten lädt zum Innehalten, Staunen und Lernen ein – ob man nun Pflanzenliebhaber, Hobbyfotograf oder einfach Naturliebhaber ist. Und manchmal ist ein stiller Blick auf eine offene Blüte mehr wert als ein ganzes Museum.