Die Anfänge des Oktoberfests reichen zurück bis ins Jahr 1810: Am 12. Oktober 1810 heiratete Kronprinz Ludwig von Bayern Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Aus Anlass dieser Hochzeit lud der bayerische König Maximilian I. das Volk zu einem fünftägigen Volksfest ein – mit Pferderennen, Musik und Festlichkeiten[1][2]. Dieses erste Oktoberfest („Theresienwiese“) fand zwar noch nicht auf dem heutigen Festplatz statt, markiert aber den Ursprung des Volksfests: Wie das Oktoberfest-Magazin der Stadt München zusammenfasst, „lud König Maximilian I. … das Volk fünf Tage lang zu Speis und Trank“ ein[2]. Nach dem Erfolg dieser Feier wurde das Oktoberfest zur jährlichen Tradition – mit nur wenigen Unterbrechungen.

Innenansicht des Armbrustschützenzelts auf dem Oktoberfest: Unter den blau-weißen Zeltbahnen sitzen Tausende Besucher an langen Holztischen. Seit 1950 wird in diesem Zelt – wie in allen großen Festzelten – das erste Bierfass von Münchens Oberbürgermeister angezapft.

Ein Blick auf die Wichtigsten Ereignisse zeigt die wechselvolle Geschichte des Oktoberfests:

Jahr

Ereignis

1810

Erstes „Oktoberfest“ zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese[1][2].

1813

Kein Fest wegen der Napoleonischen Kriege[3].

1854, 1873

Kein Fest wegen schwerer Cholera-Epidemien[4].

1866, 1870/71

Kein Fest wegen der Kriege (Deutscher Krieg 1866, Deutsch-Französischer Krieg 1870/71)[4].

1881

Eröffnung der „Ochsenbraterei“, eines der ältesten Festzelte[5].

1887

Erster offizieller Festzug der Wirte (von Hans Steyrer initiiert)[6].

1892

Elektrische Lichtinstallationen und elektrische Fahrgeschäfte halten Einzug[7].

1910

100-jähriges Jubiläum: 12 000 Hektoliter Bier ausgeschenkt[8]. Größtes Zelt war die Bräurosl mit 12 000 Plätzen.

1914–1918

Erster Weltkrieg: Oktoberfest wird ausgesetzt[9].

1919–1920

Nur ein kleines „Herbstfest“ nach Kriegsende[9].

1923–1924

Kein Fest wegen galoppierender Inflation (Währungsreform)[9].

1933–1938

NS-Zeit: Propagandistische Inszenierung. 1935 großes Jubiläumsfest, 1938 Umbenennung in „Großdeutsches Volksfest“[10].

1939–1945

Zweiter Weltkrieg: Kein Fest; 1946–1948 „Herbstfest“ statt Oktoberfest[11].

1949

Erster regulärer Wiesnbeginn nach Krieg und Nachkriegszeit[12].

1950

Oberbürgermeister Thomas Wimmer zapft das erste Fass im Schottenhamel-Zelt – seither fester Eröffnungsakt[13].

1960

150. Jubiläum; Pferderennen (ursprüngliches Element) als einmalige Jubiläumsveranstaltung wiederbelebt[13].

1980

Terroranschlag: Bombe am Haupteingang, 13 Tote, über 200 Verletzte[14].

1984

Erstes eigenes Weinzelt (Kufflers Weinzelt) auf dem Oktoberfest[15].

2010

200-jähriges Jubiläum: Eröffnung der „Oiden Wiesn“ (historisches Festgelände) mit alten Fahrgeschäften[16].

2020–2021

COVID-19-Pandemie: Oktoberfest abgesagt. Stattdessen „WirtshausWiesn“ und „Sommer in der Stadt“ mit lokalen Volksfest-Angeboten[17].

2022

EU-Siegel für Oktoberfestbier („geschützte geografische Angabe“) eingeführt[18].

2023

Besucherrekord: 7,2 Millionen Gäste[19].

Entwicklung im 19. Jahrhundert

Bereits im 19. Jahrhundert wuchs das Fest stetig: Nach dem ersten Erfolg wurde 1814 die Wiesn wiederbelebt und mit Attraktionen ergänzt. 1818 etwa gab es das erste Karussell[3], 1835 den ersten historischen Trachten- und Schützenzug zum Silberhochzeitsehrenfest von König Ludwig I. und Therese[20].

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Oktoberfest länger: Bisher begann es jeweils im Oktober, gegen Ende des Jahrhunderts rückte es in den Spätsommer, um dem Sommerwetter besser zu begegnen (daher „Oktoberfest“, obwohl es oft im September startet). 1850 wurde auf der Festwiese die Bavaria-Statue zusammen mit dem Ruhmes-Tempel enthüllt – Symbole der bayerischen Identität, die bis heute den Blick aufs Festgelände prägen. Um 1880 ließen die Veranstalter erstmals große Festhallen (festhallähnliche Zelte) errichten – Georg Lang schuf 1896 die „Bierburg“ (entworfen von Gabriel von Seidl)[5]. Diese Architekturinnovationen machten das Fest noch imposanter.

Zugleich prägten technische Neuerungen das Bild: 1885 gab es die ersten elektrischen Lichter, 1892 die erste Dampfkarussellbeleuchtung[7]. 1895 organisierte der Schriftsteller Maximilian Schmidt den ersten großen Trachtenzug mit 150 Gruppen[20], der sich bis heute als spektakulärer Festumzug fortsetzt. Insgesamt galt das 19. Jahrhundert als Blütezeit: Besucherzahlen und Ausschank wuchsen. Beim 100-jährigen Jubiläum 1910 wurden 12.000 Hektoliter Bier gezapft[8] – eine Größenordnung, die in den folgenden Jahrzehnten nur noch übertroffen wurde.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Der 20. Jahrhundertgang des Oktoberfests war von Brüchen und Neuorientierungen geprägt. Die beiden Weltkriege führten zu langen Unterbrechungen (1914–18, 1939–45 fiel das Fest ganz aus[9]). Zwischen den Kriegen litt die Wiesn unter wirtschaftlichen Krisen: 1923 und 1924 musste wegen Inflation abgesagt werden[9]. In der NS-Zeit wurde das Oktoberfest propagandistisch missbraucht: 1935 feierte man pompös 125 Jahre „Festzeltkultur“, das Regime pries es als „Großdeutsches Volksfest“ und schloss Juden aus[10].

Nach dem Krieg formte sich das Oktoberfest neu. Von 1946 bis 1948 fand jeweils ein kleineres „Herbstfest“ statt, 1949 begann die heutige Ära[12]. 1950 führte Oberbürgermeister Thomas Wimmer den traditionellen Bieranstich im Schottenhamel-Zelt ein – seitdem eröffnet der OB das Fest mit den berühmten Worten „O’zapft is!“ gegen 12:00 Uhr mittags am ersten Wiesn-Tag[13]. In der zweiten Festhälfte der 20. Jahrhunderts erfuhr die Wiesn eine weltweite Aufmerksamkeit: München wurde zum Synonym für das größte Volksfest der Welt[21]. Höhepunkte der Nachkriegszeit waren das 150-jährige Jubiläum 1960 (an dem aus Anlass des Jubiläums das alte Pferderennen noch einmal stattfand) und die steigenden Besucherzahlen in den Jahrzehnten darauf.

Politische und gesellschaftliche Einflüsse: Bemerkenswert war etwa 1980 der verheerende Terroranschlag – eine Bombe am Haupteingang tötete 13 Menschen und verletzte über 200[14]. Dies war der schwerste Anschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte. In jüngerer Zeit prägten gesellschaftliche Debatten die Wiesn: So führte man ab 2005 die „Ruhige Wiesn“ ein, bei der bis 18 Uhr traditionell Blasmusik spielt und erst danach lautere Partymusik[22]. 2010 wurde mit der Oide Wiesn ein historisches Areal (altes Festivalgelände) mit klassischen Fahrgeschäften eingeführt[16]. Die pandemiebedingten Ausfälle 2020/21 schließlich führten zu kreativen Ersatzformaten wie der „WirtshausWiesn“ in Münchens Gaststätten[17].

Die Festzeltwirte und ihre Tradition

Das Oktoberfest wird dominiert von wenigen Wirtsfamilien, die ihre Zelte oft über Generationen weitergeben. Heute gibt es 14 „Große Festzelte“ mit jahrzehntelanger Familientradition. Ein bekanntes Beispiel ist die Familie Schottenhamel: Michael Schottenhamel (1838–1912) betrieb ab 1867 das Schottenhamel-Festzelt und errichtete dort 1896 die erste „Bierburg“[5]. Noch heute sind seine Nachfahren als Schottenhamel-Wirte präsent – „die Familie Schottenhamel … blickt auf die längste Wirte-Tradition auf dem Oktoberfest“ zurück[6].

Auch andere Zelte sind seit Generationen in Familienhand. So führt etwa die Fischer-Familie das legendäre „Fischer-Vroni“-Zelt (Kochklasse Braunwurst, Hendl) in mittlerweile dritter Generation[23]. Ähnlich verhält es sich beim Bräurosl (Pschorr-Wirtstochter „Schöne Rosi“): Bis 2020 zapfte dort die Wirtefamilie Heide – sie bediente 83 Jahre lang die Gäste, bevor Peter Reichert (ehemals Löwenbräu-Zelt) übernahm[24]. Andere Traditionsfamilien sind die Haberl (die Ochsenbraterei führen sie seit 1980), die Vollmer (Augustiner-Festhalle), die Roiderer (Hacker-Festzelt, heute Toni und Christl Roiderer), die Schörghuber/Inselkammer (Schützen- und Paulaner-Zelte) oder die Käfer (Käfer’s Wiesnschänke). Insgesamt sind „die Wirte der 14 großen Bierzelte“ eng vernetzt; sie geben die Zelt-Lizenzen meist innerhalb der Familie weiter[23].

Im Jahr 2025 etwa lauten die Namen der großen Festwirte: Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt), Manfred & Thomas Vollmer (Augustiner-Festhalle), Johann Stadtmüller (Fischer-Vroni), Toni & Christl Roiderer (Hackerzelt), Silja Schrank-Steinberg (Hofbräu-Zelt), Michael & Clarissa Käfer (Käfer’s Wiesnschänke), Stephan Kuffler (Weinzelt), Stephanie Spendler (Löwenbräu), Anneliese & Antje Haberl (Ochsenbraterei), Arabella Schörghuber (Paulaner-Festzelt), Peter Reichert (Pschorr-Bräurosl), Christian & Michael Schottenhamel (Schottenhamel-Festhalle) und Familie Reinbold (Schützen-Festzelt)[15][25]. Fast alle Inhaber dieser Zelte stammen aus Lokalaugusteiner-Familien, die über Jahrzehnte das Wiesn-Geschäft geprägt haben.

„Die Wiesn ist kein Spaß, sondern knallhartes Business“, resümierte die langjährige Tourismusdirektorin Gabi Weishäupl zur Bedeutung der Festwirte[23] – ein Hinweis darauf, wie prestigeträchtig und hart umkämpft diese Pachtlizenzen sind. Einmal jährlich ziehen die Wirte standesgemäß vom Münchner Altstadtring (Anwesen der Wirte) auf die Festwiese ein – ein farbenprächtiger Festumzug mit Festwagen und Blasmusik, den heute das Münchner Kindl anführt[26].

Die sechs Münchner Brauereien

Auf dem Oktoberfest darf nur Bier aus München ausgeschenkt werden – laut Gerichtsurteil von 1990 gilt das Oktoberfest offiziell als „Fest des Münchner Bieres“[27]. Aus den Zapfhähnen fließt daher ausschließlich Oktoberfestbier der sechs großen Traditionsbrauereien. Diese sind: Augustiner-Bräu (älteste Münchner Brauerei, von Augustinermönchen 1328 gegründet[28]), Hacker-Pschorr (Verschmelzung der Löwenbrau-Tochter „Hacker“ und „Pschorr“; Wurzeln ab 1417[29]), Hofbräu München (herzogliche Gründung 1589[30]), Löwenbräu (braut seit dem späten 14. Jahrhundert in München, Name erstmals 1746 urkundlich belegt[31]), Paulaner (ehemals Paulaner-Mönche, erstmals 1634 erwähnt[32]) und Spaten-Franziskaner-Löwenbräu (ursprünglich Spatenbräu, gegründet 1397[33]).

Die Besonderheit des Oktoberfestbieres liegt im etwas höheren Alkohol- und Stammwürzegehalt (mindestens 13,5 Plato)[34]. Es wird frisch für das Fest eingebraut und streng nach traditionellen Rezepten gelagert. Auf der Festwiese – in den großen und kleinen Bierzelten – fließt pro Veranstaltungssaison enorm viel Bier: In jüngster Vergangenheit lag der Ausschank bei mehreren Millionen Maß (ein Maß = 1 Liter). Allein 2019 tranken die Gäste rund 7,5 Millionen Liter Wiesn-Bier. Mindestens ebenso erstaunlich sind der Umsatz: 2018 erwirtschaftete das Oktoberfest 1,2 Milliarden Euro[34].

Zitat der Brauerei-Seite: „Ausschließlich Bier von Münchner Brauereien darf auf dem Oktoberfest ausgeschenkt werden… Nur Bier, das aus einer dieser Münchner Brauereien stammt und den Spezifikationen der Marke ‘Oktoberfestbier’ entspricht, darf auf dem Oktoberfest ausgeschenkt werden“[27]. Dieses Schutzprinzip garantiert die lokale Identität des Festes – von der Zapfhahn-Politik bis zum zuletzt etablierten EU-Siegel (seit 2022 „Geschützte Geographische Angabe“ für Oktoberfestbier)[18].

Struktur und Traditionen heute

Heute zieht das Oktoberfest jedes Jahr (gegen Ende September/Anfang Oktober) etwa 6–7 Millionen Gäste aus aller Welt an[19]. Das Festgelände auf der Theresienwiese umfasst neben Fahrgeschäften (Riesenrad, Karussells, Achterbahnen wie den Olympia-Looping) vor allem die Festzelte. Die „Großen Zelte“ bieten jeweils 5.000–10.000 Sitzplätze und sind nach Brauerei oder Wirt benannt (Augustiner, Hacker, Löwenbräu, Schottenhamel, Fischer-Vroni usw.). Hinzu kommen kleine Zelte (Gastronomie- und Süßwaren-Buden) und seit 2010 das eigene Areal „Oidn Wiesn“, das im geschlossenen historischen Stil alten Fahrgeschäfte und Traditionszelte (z.B. Festzelt Tradition, Schützenlisl) zeigt[16].

Zum offiziellen Festablauf gehört die feierliche Eröffnung: Am ersten Wiesn-Tag sticht der Oberbürgermeister traditionell um 12 Uhr im Schottenhamel-Zelt den ersten Bieranstich und ruft „O’zapft is!“[13]. Danach strömen die Besucher in die Zelte und Schaubuden, zum Feiern mit Blasmusik und Trachten. Jeden Sonntag findet ein Trachten- und Schützenzug statt – mit tausenden Teilnehmern in historischen Festtagstracht[35]. Ein weiteres Ritual ist das „Prost!“-trinkender Zusammenhalt: Überall in den Zelten klingen gemeinsam angestimmte Oktoberfest-Lieder („Ein Prosit der Gemütlichkeit“) durch die Luft.

Ergänzende Volksfesttraditionen sind der Verkauf von Riesenbrezen, gebratenem Hendl oder Ochsen sowie die Begleitung durch Blasmusik. In den letzten Jahren setzen sich mehr Besucher wieder bewusst in Tracht (Lederhose und Dirndl) in Szene[36]. Seit 2005 gibt es besondere „Familientage“ (erster Dienstag) mit ermäßigten Preisen und dem „Ruhige Wiesn“-Konzept: bis 18 Uhr nur traditionelle Musik, danach Schlager/Pop[22].

Kuriose und interessante Fakten

  • Größtes Volksfest der Welt: Mehr als 6 Millionen Besucher kommen jährlich zur Wiesn[19], Tendenz steigend (2023 bereits 7,2 Mio. Gäste[19]). Kein anderes Volksfest erreicht solche Dimensionen.

  • Exklusiv-Maß: Auf dem Oktoberfest dürfen nur Bier der sechs Münchner Brauereien ausgeschenkt werden – rechtlich verankert seit einem Gerichtsurteil 1990[27]. Weltweit einzigartig ist diese klar definierte „Fest des Münchner Bieres“-Regel[27].

  • Bierzeltrekord: Pro Oktoberfest werden über 6–7 Millionen Maß Bier serviert (eine Maß enthält 1 Liter). Die Bedienungen und Kellner leisten damit Höchstleistung – immerhin müssen in Spitzenzeiten mehrere Tausend Maß pro Stunde getragen werden! Jährlich fließen so bis zu 7 Mio. Maß Bier durch die Zapfhähne[37].

  • Trachtenumzug: Seit 1835 wird bei wichtigen Festen ein Trachtenumzug veranstaltet. Heute am ersten Wiesn-Sonntag ziehen über 8 000 Teilnehmer in sieben Kilometer langer Kolonne durch München[35]. Es gilt als einer der weltweit größten Trachtenumzüge.

  • Tradition der „Oiden Wiesn“: Ab 2010 erinnert ein historischer Oktoberfest-Bereich an das alte Volksfest – mit antiken Fahrgeschäften wie Kettenkarussell, Steckerlfischbuden und einem alten Bierzelt[16]. Das Motto dabei: Ois is guad, wos alt is! (Alles ist gut, was alt ist).

  • Das Oktoberfestbier als Kulturgut: Seit 2022 trägt das Oktoberfestbier das EU-Siegel „Geschützte Geographische Angabe“[18]. Damit wird garantiert, dass echtes Oktoberfestbier nur in München nach festgelegter Rezeptur gebraut wird – ein Siegel für die „einzigartige Verbindung von Braukunst und Festkultur“[18].

  • Teure Maß: Die Bierpreise steigen regelmäßig. 2025 kostete die Maß im Schnitt über 15 Euro (z.B. 15,40 € in vielen Zelten[15]). Noch vor wenigen Jahrzehnten war es deutlich günstiger.

  • Viel Lob – und Kritik: Viele feiern die Gemütlichkeit, aber Kritiker weisen auf exzessiven Alkoholkonsum hin. Das Fest ist eine Mischung aus Tradition und massenhaftem Partytreiben. Man spricht teilweise von einem „Massenbesäufnis“, das kaum noch mit Volksfestromantik zu tun habe[22]. Die Veranstalter reagieren mit Regeln (ruhige Tage, Lärmbeschränkungen) und Sicherheit – etwa regelmäßigen Taschenkontrollen und einem ausgeklügelten Ablaufplan.

  • Special Events: Traditionsgemäß bauen die Festzeltwirte jedes Jahr das berühmte Wiesn-Stammhaus-Zelt („Weißbier-Festzelt Tradition“) auf der „Oidn Wiesn“ auf und gedenken alter Zeiten. Außerdem gibt es eigene Trachten- und Bierkrug-Designs jedes Jahr, die zu Sammelobjekten werden.

  • Kuriositäten: Im Bräurosl-Festzelt gibt es seit Jahren den „Gay Sunday“, an dem die Münchner LGBTQ+-Community für Stimmung sorgt – ein Zeichen für gelebte Offenheit unter den Traditionen[38]. Und jedes Jahr gibt es Fotos vom „Platzl“, dem Zentrum der Festzelte, auf denen oft auch viele Prominente in Tracht zu sehen sind (Oberbürgermeister, Sportstars, Band-Frontmänner etc.).

Diese Fakten illustrieren, wie reich an Geschichte und Anekdoten das Oktoberfest ist. Es ist „keine Spaßveranstaltung, sondern ein knallhartes Business“[23], gleichzeitig aber eine Kulturerfahrung, die jährlich hunderttausende in Lederhosen und Dirndl verbindet. Als „Fest des Münchner Bieres“ bleibt die Wiesn ein Symbol bayerischer Gemütlichkeit und Münchens weltoffener Gastfreundschaft – eine Mischung aus Tradition, Unterhaltung und reichlich Maß Bier.

Quellen: Fundierte historische Daten und Zitate stammen u.a. aus den offiziellen Oktoberfest-Webseiten der Landeshauptstadt München[2][27], der Wikipedia-Dokumentation zum Oktoberfest[1][5][9] sowie journalistischen Berichten und Brauereiausführungen[23][24][15][18]. Diese Quellen garantieren die historische Korrektheit und Aktualität der dargestellten Informationen.

 

[1] [3] [4] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [19] [20] [21] [22] [25] [26] [34] [35] [36] Oktoberfest – Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberfest

[2] WirtshausWiesn in München – Oktoberfest.de

https://www.oktoberfest.de/magazin/wirtshauswiesn

[5] [6] Wiesnwirt – Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesnwirt

[18] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [37] Alle Infos über die sechs offiziellen Oktoberfest-Brauereien – Oktoberfest.de

https://www.oktoberfest.de/magazin/essen-und-trinken/die-sechs-muenchner-brauereien-auf-der-wiesn

[23] Der Clan der Wiesnwirte – SZ Magazin

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/muenchen-lokales/ganz-oben-79184

[24] [38] Pschorr-Festzelt Bräurosl: Reservierung, Stimmung, Geschichte – Oktoberfest.de

https://www.oktoberfest.de/bierzelte/grosse-zelte/pschorr-braeurosl